Hack the Feed: Das Potenzial von Trainingswear‑Partnerschaften im deutschen Profifußball
Veröffentlicht am
von Laura Lange
Trainingswear‑Partnerschaften ermöglichen Marken einen direkten Zugang zum operativen Kern eines Profiklubs: dem täglichen Trainingsbetrieb, den Spielern und jenen Momenten, die dem öffentlichen Spieltag normalerweise verborgen bleiben. Anders als klassische Sponsoring‑Assets entfalten sie ihre Wirkung nicht punktuell, sondern kontinuierlich – auf dem Trainingsgelände, auf Reisen und über digitale Club‑Kanäle. Dort entsteht Content, der Nähe schafft und von Fans als authentisch wahrgenommen wird.
Der vorliegende Insight analysiert, warum Trainingswear‑Partnerschaften international an strategischer Bedeutung gewinnen, welches wirtschaftliche und kommunikative Potenzial sie bieten und welche Ligen diese Entwicklung aktuell vorantreiben.
In diesem Insight:
Quelle: SPORTFIVE Business Intelligence, 01/2026
67 %
nehmen Partner auf der Trainingswear als besonders nah am Verein wahr.
68 %
stufen Trainingswear‑Partner als gleichwertig mit Ärmel‑ oder Trikotsponsoren ein.
69 %
empfinden Trainingswear‑Partner als besonders authentisch.
Einblicke in ein besonderes Sponsoring-Tool
Bleiben Sie am Ball, wenn es um Trainingswear-Partnerschaften im Sport geht.
Jetzt mehr erfahrenEuropäische Ligen als Benchmark
In vielen europäischen Top‑Ligen ist die separate Vermarktung der Trainingswear längst ein etablierter Bestandteil des Sponsoren‑Portfolios. Die Bandbreite reicht dabei von einem Hauptsponsor auf der Brust bis hin zur Vermarktung mehrerer einzelner Flächen.
An der Spitze des europäischen Vergleichs steht die italienische Serie A: 70 % der Clubs haben mindestens eine Trainingswear‑Fläche separat vermarktet, 65 % sogar die Brust. Auf Platz zwei folgt die Premier League mit 65 % (mindestens eine Fläche) und 50 % (Brust), gefolgt von der spanischen La Liga, in der 50 % der Vereine mindestens eine Fläche und 25 % die Brust separat vermarkten.
Die deutsche Bundesliga liegt im europäischen Vergleich deutlich zurück und belegt aktuell Platz 6. Lediglich 22 % der Vereine haben mindestens eine Trainingswear‑Fläche an einen anderen Sponsor vergeben; nur bei 11 % ist auf der Trainingswear ein anderer Partner als der Hauptsponsor präsent.
Aktuelle Top-Deals und Branchen
In den vergangenen fünf Jahren ist ein klarer Aufwärtstrend beim Sponsoringvolumen von Trainingswear zu beobachten. Lag das weltweite Gesamtvolumen im Clubfußball im Jahr 2021 noch bei 18 Mio. USD, erreichte es 2025 bereits 278 Mio. USD. Der Anstieg um den Faktor 15 unterstreicht die erhebliche Wertsteigerung und die wachsende Relevanz dieses Sponsoring‑Assets.
Ein zentraler Treiber dieser Entwicklung ist die Premier League, insbesondere der Trainingswear‑Deal zwischen dem FC Liverpool und AXA mit einem Volumen von rund 30 Mio. USD.
Neben AXA sind weitere Versicherungsunternehmen im Trainingswear‑Sponsoring aktiv. Entsprechend stellt die Versicherungsbranche aktuell die stärkste vertretene Branche, gefolgt von Trading‑ und Crypto‑Unternehmen auf Platz 2 sowie Biermarken auf Platz 3 (Quelle: GlobalData, Januar 2026).
Das bietet eine Trainingswear-Partnerschaft
Always-On-Partnerschaft
Konstante Kontaktfrequenz über die gesamte Woche hinweg – für einen kontinuierlichen Austausch mit der Zielgruppe.
Hohe Akzeptanz
Sponsoren auf der Trainingswear werden als besonders glaubwürdig wahrgenommen – hochwertig platziert, nah am Club.
Storytelling
Trainingswear ermöglicht exklusive Einblicke. Der stärkste Treiber: Social‑Media‑Kanäle.
Fazit
Das Sponsoring von Trainingswear entwickelt sich vom bislang unterschätzten Zusatzrecht zu einem strategisch hochrelevanten Sponsoring‑Asset im Profifußball. Im Gegensatz zum klassischen Spieltagstrikot entfaltet Trainingsbekleidung ihre Wirkung kontinuierlich im Alltag der Clubs.
Gerade dieser Always‑on‑Charakter macht Trainingswear für Marken besonders wertvoll: Sie profitieren von dauerhaft hoher Sichtbarkeit, die weder an Spieltage noch an sportlichen Erfolg oder TV‑Rechte gekoppelt ist. Hinzu kommt, dass Clubs ihre Trainingsinhalte in der Regel selbst verwerten. Dadurch entstehen exklusive Content‑Rechte, die Sponsoren authentische Einblicke, Behind‑the‑Scenes‑Momente und eine glaubwürdige Markeninszenierung im emotionalen Umfeld des Trainings ermöglichen.
Internationale Beispiele zeigen, dass Trainingswear ein eigenständiges Premium‑Asset mit hoher Media‑Power und relevanter wirtschaftlicher Bedeutung sein kann. Als zukunftsfähiges, daten‑ und storytellinggetriebenes Sponsoring‑Tool integriert es Marken dauerhaft in den Fußballalltag – und bietet insbesondere in Deutschland noch ein hohes, bislang ungenutztes Potenzial.
FREQUENTLY ASKED QUESTIONS
Alles, was sie über Sponsoring wissen müssen
Beim Sponsoring von Sportlern werden einzelne Sportlerinnen und Sportler von einer Marke gesponsert. Sie können bei Wettkämpfen, Werbeauftritten und Pressekonferenzen mit der Marke gekennzeichnete Kleidung tragen und in der Werbung oder in Anzeigen der Marke zu sehen sein. Die Marke zahlt ihnen als Gegenleistung entweder einen Festbetrag oder kommt für ihre Trikots, Ausrüstung oder Reisen auf.
Beim Sponsoring von Sportorganisationen werden organisatorische Einheiten wie eine Mannschaft oder eine Liga von einer Marke gesponsert. Wie die Einzelsportler erhalten sie eine Zuwendung von Geld oder geldwerten Leistungen wie Trikots, Ausrüstung oder Geländepflege.
Im Gegenzug kann ein Team beispielsweise die Logos des Unternehmens in seinem Stadion anbringen oder eine Liga den Sponsor in ihren Namen aufnehmen.
Beim Sponsoring von Sportereignissen werden Sportveranstaltungen, z. B. internationale oder regionale Wettkämpfe, von einer Marke gesponsert. Diese Art der Partnerschaft kann u. a. darin bestehen, dass der Name der Marke in den der Veranstaltung integriert wird oder das Logo der Marke auf offiziellen Produkten verwendet wird. Die Organisatoren der Veranstaltung erhalten entweder einen Festbetrag oder der Sponsor übernimmt Ausgaben wie die Miete er Sportstätte oder die Kosten für Hospitality, Catering, Werbung, Programme und Schiedsrichter.
SPORTFIVE ist eine globale Sportmarketing-Agentur, die sich auf verschiedene Aspekte der Sport- und Unterhaltungsbranche spezialisiert hat. Die Agentur arbeitet mit Sportorganisationen, Teams und Marken zusammen, um Geschäftsmöglichkeiten zu optimieren.
Zu den Schwerpunkte von SPORTFIVE gehören der Verkauf und die Verwaltung von Sportmedienrechten, einschließlich der Senderechte und der Rechte für den digitalen Vertrieb. Die Agentur verhandelt und vermittelt Partnerschaften, Sponsoringverträge und Namensrechte für Sportorganisationen und hilft diesen, ihren Markenwert und ihre Einnahmequellen zu erhöhen.
Darüber hinaus bietet SPORTFIVE Know-how für Marketingstrategien und unterstützt seine Kunden beim Aufbau starker Verbindungen zu ihren Zielgruppen. Der breitgefächerte Ansatz von SPORTFIVE umfasst das gesamte Sportbusiness, von Medienrechten bis hin zum Sponsoringmanagement, und trägt zum allgemeinen Wachstum und Erfolg der betreuten Kunden in der dynamischen Welt des Sportmarketings bei.
Sportsponsering bietet eine Reihe von Vorteilen für Marken und stellt daher eine wertvolle Investition in Marketingstrategien dar.
Markensichtbarkeit: Das Sponsoring sorgt für eine breite Markenpräsenz durch die Beschilderung, Trikots und Übertragungen und erhöht die Sichtbarkeit der Marke bei einem breiten und engagierten Publikum.
Zielpublikum: Sportsponsoring ermöglicht es Marken, ein spezifisches und leidenschaftliches Zielpublikum zu erreichen, und kann auf die demografischen Merkmale und Interessen der Sportfans ausgerichtet werden.
Emotionale Bindung: Die Verknüpfung mit dem Sport trägt dazu bei, eine emotionale Verbindung zu den Verbrauchern herzustellen, in welche die positiven Gefühle, die mit ihren Lieblingsmannschaften oder -sportlern verbunden sind, einfließen.
Globale Reichweite: Sportsponsoring hat oft eine globale Reichweite und ermöglicht es Marken, mit einem internationalen Publikum in Kontakt zu treten, was zu einer globalen Markenbekanntheit beiträgt.
Verbesserung des Markenimages: Das Sponsoring prestigeträchtiger Sportveranstaltungen oder -mannschaften kann das Image einer Marke verbessern, indem es diese mit Qualitäten wie Exzellenz, Teamwork und Erfolg in Verbindung bringt.
Verbraucher-Engagement: Sponsoring-Aktivierungen, Veranstaltungen und Werbeaktionen bieten Möglichkeiten zur direkten Verbraucherbindung und fördern die Markentreue und Interaktion.
Differenzierung: Durch Sponsoring können sich Marken von ihren Konkurrenten abheben, indem sie sich mit einzigartigen und hochkarätigen Sportorganisationen, -ereignissen, -stätten oder Sportlern in Verbindung bringen und dadurch auf dem Markt differenzieren.
Engagement für die Gemeinschaft: Sportsponsoring bietet Marken die Möglichkeit, lokale Gemeinschaften und Basisinitiativen zu unterstützen, die mit den gesponserten Einheiten in Zusammenhang stehen.
Im Wesentlichen trägt das Sportsponsoring zu erhöhter Sichtbarkeit, Markentreue und positiven Markenassoziationen bei und ist damit ein wirksames Mittel, mit dem verschiedene Marketingziele erreicht werden können.
Wenn Sie daran interessiert sind, ein Sponsor zu werden, hängt es von dem Akteur, der Einrichtung bzw. der Organisation ab, die Sie sponsern möchten, welche Person oder Abteilung Sie kontaktieren müssen.
Sportmarketing-Agenturen: Agenturen wie SPORTFIVE sind darauf spezialisiert, für Sponsoren entsprechende Möglichkeiten in der Sportbranche zu eröffnen. Wenden Sie sich an die Abteilung für Business Development oder Sponsoring.
Sportteams oder Vereine: Wenden Sie sich an die für Sponsoring oder Partnerschaften zuständige Abteilung des entsprechenden Sportteams oder -vereins und suchen Sie auf der offiziellen Website des Teams nach Informationen über Sponsoringmöglichkeiten und Kontaktdaten.
Sportveranstaltungen oder Ligen: Wenden Sie sich an die für Sponsoring oder Partnerschaften zuständige Abteilung des Veranstalters. Auf den Websites von Veranstaltungen gibt es oft spezielle Rubriken mit Informationen für potenzielle Sponsoren.
Sportler: Wenden Sie sich an das Management des Sportlers oder den Agenten, der in der Regel dessen Sponsoring-Anfragen bearbeitet. Einige Sportler kümmern sich selbst um ihre Sponsoringverträge, und die Kontaktinformationen sind möglicherweise auf ihrer offiziellen Website oder in den sozialen Medien zu finden.
Sportverbände: Wenden Sie sich an die Abteilung für Sponsoring oder Business Development des betreffenden Sportverbands. Suchen Sie auf der offiziellen Website des Verbandes nach Sponsoring-Richtlinien und Kontaktinformationen.
Nähere Informationen finden Sie auf der offiziellen Website der Einrichtung, die Sie sponsern möchten, oder erhalten Sie, indem Sie direkt eine Anfrage an die angegebenen Kontaktinformationen richten. Wenn die Informationen nicht ohne Weiteres verfügbar sind, können Sie die allgemeinen Kontaktinformationen oder die auf den offiziellen Plattformen angegebene E-Mail-Adresse nutzen und sich an die zuständige Abteilung weiterleiten lassen.
Unter Sponsoring versteht sich die finanzielle Unterstützung einer Sportveranstaltung, einer Sportorganisation oder eines Sportlers durch eine externe Einrichtung zum Nutzen beider Parteien. Im Profisport treten meist Unternehmen als Sponsoren auf, um den Bekanntheitsgrad ihrer Marke zu erhöhen, zum Beispiel indem sie ihre Marke mit einem Sportler oder einer Sportlerin in Verbindung bringen.
Das Unternehmen zielt darauf ab, den Bekanntheitsgrad der Marke und den Wiedererkennungswert bei den Kunden zu steigern, während die Veranstaltung, die Organisation bzw. der Sportler oder die Sportlerin einen finanziellen Impuls erhält.
Ein gängiges Beispiel ist das Markenlogo auf dem Trikot einer Mannschaft. Die Sichtbarkeit ist garantiert, vor allem heutzutage in der modernen Welt mit sozialen Medien und Online-Highlights.
Im der aktuellen Landschaft der Medien- und Marketingrechte gibt es keine Patentlösung für Marken, und eine einfache Logoplatzierung bietet weder eine ausreichende Kapitalrendite (ROI) für das Sponsoring, noch vermittelt sie der Zielgruppe das „Warum?“ – den Grund dafür, warum sie ihr Geld ausgeben und sich für das Produkt interessieren sollte.
Unternehmen, die in Sportsponsoring investieren, müssen das Gesamtbild betrachten, um mit den Fans in Kontakt zu treten, und dürfen sich nicht nur auf ein einzelnes Element verlassen.