Mentoring bei SPORTFIVE: Weiterentwicklung mit persönlichem Sparringspartner
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von Kristin Podewils
Manchmal reicht ein gutes Gespräch, um neue Perspektiven zu gewinnen. Mit dem Mentoring-Programm schafft SPORTFIVE gezielt Raum für diesen Austausch. Erfahrene Kolleginnen und Kollegen teilen ihr Wissen, begleiten andere auf ihrem Karriereweg und profitieren dabei selbst von neuen Impulsen. Im Interview sprechen Anne Ellerbrock und Marcus Hoppe darüber, wie das Mentoring bei SPORTFIVE funktioniert und warum das Erfolgsrezept eigentlich ganz einfach ist.
In diesem Insight:
Wie kam es zum Mentoring-Programm?
Marcus Hoppe: Das Mentoring-Programm entstand 2021 aus einer Mitarbeiterbefragung heraus, in der der Wunsch geäußert wurde, sich intern stärker zu vernetzen und in einem geschützten Rahmen auszutauschen – also über den bloßen informellen Austausch an der Kaffeemaschine hinaus. Unsere Kollegin Lea Weinert, die gerade in Elternzeit ist, hat das Thema damals angestoßen und das Mentoring-Programm aufgesetzt.
Entscheidend für ein gelungenes Mentoring ist ja das „Matchmaking“ – also die passenden Mentor- und Mentee-Paare zusammenzubringen. Da ich schon lange bei SPORTFIVE bin und als interner Coach viele Kolleginnen und Kollegen kenne, wurde ich als „Allzweckwaffe“ dazugeholt.
Was ist die Idee hinter dem Mentoring-Programm?
Anne Ellerbrock: Ein großer Teil der persönlichen und beruflichen Entwicklung entsteht durch den Austausch. Oft lernt man am meisten aus Gesprächen mit Menschen, die andere oder ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Genau das bietet das Mentoring-Programm: einen geschützten Raum für Austausch, Reflexion und Perspektivwechsel, für persönliche Themen, berufliche Weiterentwicklung und Wissenstransfer. Damit ergänzt es andere Entwicklungsangebote bei SPORTFIVE um einen sehr persönlichen und individuellen Ansatz.
Wir bringen Mentee und Mentor zusammen, wobei die Anliegen der Mentees im Mittelpunkt des Mentoring-Programms stehen. Ob das fachliche Fragen sind, die persönliche Weiterentwicklung oder die nächsten Karriereschritte – die Themen bestimmen sie selbst. Die Mentorinnen und Mentoren stehen dabei mit ihrer Erfahrung zur Seite, geben Impulse, eröffnen neue Perspektiven und unterstützen dabei, Herausforderungen einzuordnen und Lösungen zu entwickeln. Gleichzeitig erleben wir immer wieder, dass auch die Mentorinnen und Mentoren von diesem Austausch profitieren: Sie gewinnen neue Einblicke, erweitern ihren Blickwinkel und reflektieren die eigenen Erfahrungen aus einer anderen Perspektive.
Wie wird man Mentor oder Mentee bei SPORTFIVE?
Marcus Hoppe: Das Mentoring-Programm steht all unseren Festangestellten offen. Mentees können sich einfach bei Anne und mir melden und uns ihre Wünsche mitteilen. Mentorinnen und Mentoren können sich über eine Abfrage im Intranet ins Programm aufnehmen lassen oder wir sprechen sie direkt an. Häufig hat der Mentor mehr fachliche Erfahrung, Lebenserfahrung oder Berufserfahrung. Wichtig ist uns aber: Ein Mentor muss nicht zwangsläufig älter sein, eine gewisse Position oder Expertise im Unternehmen haben oder schon lange an Bord sein. Gerade Kolleginnen stellen ihr Licht gern mal unter den Scheffel, wenn wir sie als Mentorinnen gewinnen wollen. Es geht einfach nur darum, sein Wissen gerne zu teilen und andere dadurch besser zu machen.
Das Erfolgsrezept liegt in der Einfachheit: Man braucht als Mentor oder Mentorin kein Training, nur die Zeit, sich alle drei bis vier Wochen mit dem Mentee auszutauschen.
Marcus Hoppe
Wie läuft so ein Mentoring ab und wie viele Tandems gab es bereits?
Marcus Hoppe: Das Programm ist über die Jahre immer größer geworden. Allein in den letzten beiden Jahren hatten wir über 50 Tandems. Ich glaube, das Erfolgsrezept liegt in der Einfachheit: Man braucht als Mentor oder Mentorin kein Training oder ähnliches – nur etwas Zeit, sich alle drei bis vier Wochen mit dem Mentee auszutauschen. Das macht die Einstiegshürde sehr gering. Wie die Paare ihre Zeit gestalten – ob sie einen Kaffee trinken, spazieren gehen oder sich remote treffen, ob sie sich eher fachlich, karriereorientiert oder auch persönlich unterhalten, bleibt komplett ihnen überlassen.
Anne Ellerbrock: Das Programm ist eigentlich auf sechs Monate angelegt. Viele Paare setzen das Mentoring aber länger fort, weil sie den Austausch als wertvoll für beide Seiten empfinden. Wir holen uns zwischendurch mal Feedback und zum Abschluss eine Wasserstandsmeldung ein. Bei unseren Check-ins liegt uns besonders am Herzen, dass wir zwar hören wollen, wie es läuft und ob wir unterstützen können, aber das Inhaltliche geschützt zwischen den beiden bleibt. Vertrauen und Vertraulichkeit sind das A und O.
Wichtig ist uns, dass die Mentees ihren Mentoren zum Abschluss eine Rückmeldung geben. Das Programm lebt davon, dass ich als Mentor vielleicht bald wieder ein Mentoring begleite. Und dann habe ich Impulse bekommen von meinem Mentee, was ich vielleicht noch besser machen kann.
Gibt es Erfolgsgeschichten, von denen ihr berichten könnt?
Marcus Hoppe: Wenn ich mir die Karrierewege angucke, sehe ich da schon viele persönliche Erfolgsgeschichten. Ich selbst war bereits drei Mal Mentor, das waren für mich riesige Erfolge, weil ich quasi zugucken konnte, wie die Mentees gewachsen sind und sich weiterentwickelt haben.
Anne Ellerbrock: Es gibt bereits ehemalige Mentees, die jetzt selbst als Mentoren ihr Wissen weitergeben möchten - das ist für mich eine schöne Bestätigung. Ansonsten war für mich unsere Umfrage zum Mentoring die beste Erfolgsmeldung, weil wir da sehr viel positives Feedback zum Angebot bekommen haben. Das war eine richtige warme Dusche für das Programm. Da gilt der Dank auch unseren Mentorinnen und Mentoren, die das Mentoring zu so einem Erfolg gemacht haben und weiterhin machen.
Marcus Hoppe: Ich glaube, ein grundsätzliches Erfolgsrezept ist, dass es bei SPORTFIVE so eine Offenheit für die Wissensweitergabe gibt und man sich gegenseitig unterstützt. Alle unsere angefragten Mentoren haben erst mal ja gesagt. Das Feedback bekommen wir übrigens oft von Berufseinsteigern, die es toll finden, dass sie überall mit offenen Armen empfangen werden und jeden einfach fragen können. Das ist in anderen Unternehmen nicht unbedingt selbstverständlich.