Warum der Deutsche Tierschutzbund erstmals auf Sportsponsoring setzt

Veröffentlicht am
von Yasmin Miran Khan

Der Deutsche Tierschutzbund hat mit seinem Engagement im Rahmen der IHF Handball-Weltmeisterschaft der Frauen 2025 Neuland betreten. Was zunächst eher zufällig entstand, entwickelte sich schnell zu einem spannenden Testfeld für neue Zielgruppen, mehr Sichtbarkeit und gesellschaftliche Wirkung im Sportumfeld, erklärte David Picht, Referent Unternehmenskooperationen beim Deutschen Tierschutzbund.

Vom Zufall zur Chance

Der Einstieg des Deutschen Tierschutzbundes ins Sportsponsoring war ursprünglich nicht strategisch geplant. Vielmehr entstand er aus einer konkreten Gelegenheit - und dem Ziel, einen neuen Kanal zu nutzen und gezielt Menschen außerhalb der eigenen Zielgruppen zu erreichen. Gleichzeitig wurde schnell deutlich, welches Potenzial genau darin liegt.

Im Rahmen der IHF Handball‑Weltmeisterschaft der Frauen setzte der Deutsche Tierschutzbund erstmals auf klassische Aktivierungsformen im Sport, insbesondere in Form von Bandenwerbung, über die die eigene Botschaft sichtbar im Spielumfeld platziert werden konnte.

„Sport und insbesondere große Events bieten eine enorme Reichweite und eine emotionale Offenheit, die man so im Alltag kaum hat“, erklärt David Picht, Referent Unternehmenskooperationen beim Deutschen Tierschutzbund. Die Möglichkeit, diese Bühne für die eigene Botschaft zu nutzen, habe sich deshalb sehr stimmig angefühlt, auch wenn der Einstieg zunächst eher spontan war.

Sichtbarkeit als zentrales Ziel

Für den Deutschen Tierschutzbund spielt Sichtbarkeit eine zentrale Rolle. Viele Themen im Tierschutz finden abseits der öffentlichen Wahrnehmung statt. Umso wichtiger ist es also, diese ins Bewusstsein der Gesellschaft zu rücken.

Das Ziel im Sportumfeld war entsprechend klar: Aufmerksamkeit schaffen, Themen platzieren und gleichzeitig als starke, wiedererkennbare Stimme für Tierschutz präsent sein. Denn nur wenn Menschen von diesen Themen erfahren, können sie sich damit auseinandersetzen und letztlich auch etwas verändern.

Ein weiterer zentraler Punkt des Engagements war es, neue Zielgruppen zu erreichen, insbesondere solche, die über klassische Kanäle bislang schwer zugänglich waren. Die Handball-Community wurde dabei bewusst gewählt: Sie gilt als werteorientiert, gesellschaftlich interessiert und offen für Themen über den Sport hinaus.

„Emotionale Momente bieten ideale Anknüpfungspunkte für gesellschaftliche Themen.“


David Picht, Referent Unternehmenskooperationen beim Deutschen Tierschutzbund

„SPORTFIVE hat uns geholfen, unsere Botschaft so zu übersetzen, dass sie im Sportumfeld funktioniert.“


David Picht, Referent Unternehmenskooperationen beim Deutschen Tierschutzbund

„Wir überlegen schon länger, wie wir Menschen außerhalb unserer klassischen Kanäle erreichen können.“


David Picht, Referent Unternehmenskooperationen beim Deutschen Tierschutzbund

Sport als emotionales und wertegetriebenes Umfeld

Große Sportveranstaltungen transportieren Werte wie Fairness, Respekt und Verantwortung. Für den Deutschen Tierschutzbund endet diese Verantwortung nicht am Spielfeldrand. Vielmehr stellt sich die Frage, wie diese Werte auch auf den Umgang mit Tieren übertragen werden können.

Gerade im Kontext einer Weltmeisterschaft entsteht eine besondere Chance: Menschen unterschiedlichster Nationalitäten und Hintergründe kommen zusammen, sind emotional involviert und offen für Impulse. In diesem Umfeld lassen sich gesellschaftliche Themen niedrigschwellig platzieren, ohne erhobenen Zeigefinger, aber mit einer klarer Botschaft.

Dabei unterscheidet sich Sport als Kommunikationsplattform deutlich von klassischen Kanälen. Die emotionale Intensität sorgt dafür, dass Botschaften oft direkter wirken. Eine klare Haltung, wie „Fair Play – auch für Tiere“, kann in diesem Umfeld stärker verankert werden.

Die IHF Handball-Weltmeisterschaft der Frauen als optimale Plattform

Mit der IHF Handball-Weltmeisterschaft der Frauen 2025 kamen mehrere relevante Faktoren zusammen: eine hohe Reichweite, ein Event in Deutschland und ein stark wertegetriebenes und emotionales Umfeld. Das Turnier wird bewusst als modern, inklusiv und empowernd erzählt - Aspekte, die sehr gut zur Haltung des Deutschen Tierschutzbundes passen und die Botschaft glaubwürdig transportieren. Die Bandenwerbung fungiert somit nicht nur als Maßnahme, um die Reichweite zu vergrößern, sondern auch als klares Signal für gesellschaftliches Engagement.

Das Asset Bandenwerbung ist dabei besonders effektiv, weil sie während des gesamten Spiels präsent ist und mehrfach wahrgenommen wird – ohne das Zuschauererlebnis zu unterbrechen. Das führt zu einer nachhaltigen Verankerung der Botschaft im Gedächtnis der Zielgruppe.

Warum die Handball-Community?

Werteorientierte Community

Hohe gesellschaftliche Offenheit

Gute Anschlussfähigkeit für soziale Themen

Die Rolle von SPORTFIVE

In der Zusammenarbeit mit SPORTFIVE übernahm die Agentur eine wichtige Rolle als Türöffner in den Sport. Ausgehend von einer ersten Anfrage entwickelte sich im Austausch schnell die passende Möglichkeit rund um die IHF Handball-Weltmeisterschaft der Frauen.

Besonders wertvoll war dabei die Unterstützung in der Übersetzung der eigenen Botschaft in das Sportumfeld. Ziel war es nicht nur, präsent zu sein, sondern auch verstanden zu werden, gerade beim ersten Schritt in dieses neue Feld.

Lernen in einem neuen Umfeld

Das Engagement hat gezeigt, dass Sport als Kommunikationsraum anders funktioniert als klassische Formate. Vieles entsteht schneller, ist weniger planbar und gleichzeitig sehr wirkungsvoll, wenn es gut umgesetzt wird.

Gleichzeitig unterscheidet sich auch die Art der Wahrnehmung: Direkte Rückmeldungen oder klassische KPIs stehen weniger im Vordergrund, während Reichweite und Präsenz dominieren.

Nach den ersten Erfahrungen sieht der Deutsche Tierschutzbund großes Potenzial im Sportsponsoring. Gleichzeitig bleibt klar, dass zukünftige Engagements sorgfältig ausgewählt werden müssen, insbesondere im Hinblick auf Werte, Zielgruppen und Ressourceneinsatz.

Wichtigste Learnings:

01

Emotion verstärkt Botschaften

02

Kontext entscheidet über Wirkung

03

Reichweite statt kurzfristiger KPIs

04

Mut zu neuen Formaten zahlt sich aus

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